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Startup – ein Potpourri der Möglichkeiten

Sie wollen ein Unternehmen gründen und die vielfältigen abzuwägenden Optionen stellen noch eine Art gordischer Knoten für Sie dar? Wir möchten Ihnen im Folgenden beim Aufknoten helfen und Ihnen die immanenten Risiken einer Unternehmensgründung sowie die mannigfachen Vorteile und Möglichkeiten eines Startups darlegen, sodass Sie die Gründungsphase erfolgreich bewältigen.

Wann gilt ein Unternehmen als Startup

Viele Unternehmensgründer fragen sich, ab wann ein Unternehmen als Startup gilt. Die Frage ist nicht unberechtigt und jeder Unternehmensgründer sollte sich zunächst gründlich überlegen, ob sich sein Geschäftsmodell mit den charakteristischen Werten eines Startups deckt. Denn wenn Ihr wachstumsorientiertes Unternehmen nicht älter als zehn Jahre ist und Ihr unternehmerischer Wesenskern auf einer Dienstleistung, einem Produkt oder Geschäftsmodell beruht, welches originell, innovativ und neuartig ist, lohnt es sich für Sie jetzt weiterzulesen, bevor Sie die ersten Banner oder Promotionsstände in Auftrag geben.

Von einem spannenden Geistesblitz zum erfolgsgekrönten Business

Offenbar besitzt Ihr potentielles oder bestehendes Unternehmen während der Gründungsphase ein überdurchschnittliches Potential im Hinblick auf das Wirtschaftswachstum und einen hohen Grad an Innovation und Sie sind der besonderen Risiken aber auch Chancen bewusst. Mit den folgenden Faktoren steuern Sie zielsicher in den Hafen der etablierten Geschäftswelt. Als allererstes gilt es, Ihre vermeintlich innovative Geschäftsidee auf den wirklichen Nutzen und die Tauglichkeit hin zu evaluieren. Denn eine needs-gesteuerte Blitzidee entpuppt sich nicht allzu selten als Schnapsidee. Ist Ihre Grundidee schlüssig empfiehlt es sich, mittels Brainstorming ein valides Geschäftskonzept zu entwickeln. Ihre vielversprechende Idee muss nun in im Rahmen eines Businessplans marktfähig werden, wozu sämtliche Potentiale und eventuelle Schwachstellen erörtert werden müssen. Darüber hinaus bieten sich verschiedene Methoden an, mit denen sich Ideen strukturiert auf Leistungsfähigkeit prüfen lassen, um aus einer papierenen Vision ein gebrauchsfähiges und lukratives Geschäftsmodell zu machen. Eine Methode stellt das ‚Lean Startup‘ dar, welches dazu ermutigt, sich von perfektionistischen Vorstellungen zu verabschieden und ‚schlanker‘ vorzugehen. Respektive soll, anstatt eines komplett ausgestatteten Produktes, nach der kleinstmöglichen Umsetzungsmöglichkeit gesucht werden, um mit dem geringsten Aufwand so viel wie möglich zu lernen. Mit dem strategischen Managementinstrument ‚Business Modell Canvas‘ kann man die Geschäftsideen im Rahmen einer Tabelle mit neun Faktoren sowohl beschreiben, veranschaulichen als auch bewerten und damit Verbindungen aber auch Chancen visualisieren. Die komplexere ‚ANSOFF-Matrix‘ unterscheidet hingegen vier verschiedene Kernbereiche (Marktdurchdringung, Markterweiterung, Produktdifferenzierung und Produktdiversifizierung), denen allen gleichermaßen Beachtung gewidmet werden sollte, um durch die aufeinander abgestimmten Aktionen eine höchstmögliche Wertschöpfung sowie ein stetiges Wachstum verzeichnen zu können. Neben diesen drei Methoden gibt es noch die Optionen der ‚Balanced Score Card‘, dem Klassiker der Businessbewertung und die ‚SWOT-Analyse‘, bei der die Chancen, Risiken, Stärken und Schwächen strategisch ausgewertet werden. Die genannten Methoden ausführlich zu beschreiben, würde hier leider zu weit führen, aber so konnten Sie sich hoffentlich einen überblicksartigen Eindruck verschaffen und eventuelle Präferenzen treffen.

Ein Gewinnerteam verringert Risiko bei jedem Startup

Der zweite Faktor für einen erfolgreichen Weg ins Business, stellt erfahrungsgemäß die Zusammenstellung des Gründungsteams dar. Oftmals macht es Sinn, eine externe Werbeagentur zu Rate zu ziehen. Denn circa 80 Prozent aller Gründer in Europa riefen ihr Startup mit einem Team ins Leben. Zum einen, weil mehr Kompetenz verständlicherweise generell ein geringeres Risiko bedeutet und zum anderen wird auch das finanzielle Risiko, die Arbeitslast und die Verantwortung geteilt. So kann das Team sich in schwierigen Zeiten der Gründungsphasen gegenseitig bei etwaigen Neujustierungen in der Struktur und Zielsetzung helfen und unterstützen. Hier sollten Sie darauf achten, die jeweiligen Kompetenzen vorab klar zu definieren, um Missverständnissen in laufenden Prozessen und Entscheidungsfindungen vorzubeugen. Dazu wird wärmstens empfohlen Privates und Berufliches weitestgehend zu trennen, wobei gegenseitiges Vertrauen eine Grundvoraussetzung für die Wahl der Geschäftspartner sein sollte. Ebenso gewissenhaft sollten Sie Ihre Mitarbeiter aussuchen und Menschen finden die Ihre Startup-Mentalität leben und anfänglich bereit sind für wenig Geld viel und vor allem gute Arbeit zu leisten.

Startup-Finanzierung – die Qual der Wahl

Auch bei diesem richtungsweisenden Faktor müssen elementare Entscheidungen getroffen werden, denn der Markt bietet verschiedene Modelle, die es gilt gut gegeneinander abzuwägen. Je nach Finanzierungsmodell folgen differente Konsequenzen hinsichtlich der Gewinnflüsse, Anteile, Mitspracherechte, Steuern sowie der Informationsrechte und -pflichten. Entweder startet man als Startup-Gründer mit Eigenkapital und eventueller Unterstützung aus dem Verwandten- und Freundeskreis oder setzt direkt auf professionelle Zusammenarbeit. Bei dem sogenannten Bootstrapping, also einer Finanzierung ohne externe Geldgeber, behält das Gründerteam über den Startup die vollständige Souveränität wie auch bei der ressourcenschonenden Finanzierung mit Eigenkapital. Wenn Sie jedoch auf Kapital von externen Geldgebern angewiesen sind, sollten Sie bedenken, dass bei einer zeitlich späteren Investition die eigenen Anteile je nach Bewertung zwar immer noch viel wert sein können, aber ein kärgliches Budget zumeist einen knappen Zeitplan mit sich bringt. So sind Sie als Startup-Gründer gezwungen schnell operativ tätig zu werden und Gewinne zu erzielen. Wollen oder müssen Sie direkt am Anfang um externe Investitionen bemühen, ist unter den Kapitalquellen Venture Capital, öffentlicher Fördertopf und Business Angels zu differenzieren, denen jeweils andere Implikationen zukommen. Allen gemeinsam ist jedoch, dass sie sich zu Beginn relativ günstig in Ihr Startup einkaufen und zum späteren Zeitpunkt enorme Gewinne erzielen können, die sonst bei Ihnen bleiben würden.